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3:1 geführt, 4:3 verloren – Fußball kann manchmal ein Arschloch sein

Dann darf der Fußballgott ruhig ein bisschen sein Fett wegkriegen.Es gibt Fußballspiele, nach denen man nach Hause geht und sich fragt: „Was zur Hölle ist da gerade passiert?“. Nach 3:1 noch 3:4. Unglaubliche Story in Affeln für den TuS Rumbeck.
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Autor: TuS Rumbeck
3:1 geführt, 4:3 verloren – Fußball kann manchmal ein Arschloch sein, D.K. mit dem Ausgleich
3:1 geführt, 4:3 verloren – Fußball kann manchmal ein Arschloch sein, D.K. mit dem Ausgleich
Dann darf der Fußballgott ruhig ein bisschen sein Fett wegkriegen.Es gibt Fußballspiele, nach denen man nach Hause geht und sich fragt: „Was zur Hölle ist da gerade passiert?“. Nach 3:1 noch 3:4. Unglaubliche Story in Affeln für den TuS Rumbeck.

TuS Affeln II – TuS Rumbeck 4:3 (1:2)
27.09.2026 | Kreisliga B Arnsberg

Der Sonntag in Affeln war so eines.

Wir führen in der 88. Minute mit 3:1. Völlig verdient. Das Spiel läuft für uns, eigentlich ist die Nummer durch. Die ersten Zuschauer dürften sich bereits mit dem Gedanken beschäftigt haben, wann wohl der erste Kaffee oder das nächste Kaltgetränk ansteht.

Und dann dreht der Fußballgott offenbar komplett durch.

Fernschuss. 3:2.

Kurz Luft holen.

Abgefälschter Ball. 3:3.

Jetzt wird’s langsam ungemütlich.

Und dann – weil es offenbar noch nicht absurd genug war – in der dritten Minute der Nachspielzeit:

Noch ein Fernschuss. 4:3.

Fertig.

Innerhalb von ungefähr fünf Minuten macht Affeln aus einem 1:3 ein 4:3.

Da kannst du dir eigentlich nur noch an den Kopf fassen.

Dabei lief es doch eigentlich ganz gut …

sebastian ebbers trifft zum 2:1Und genau das macht die Geschichte so bitter.

Affeln ging in der 20. Minute mit 1:0 in Führung. Aber unsere Jungs ließen sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Nur acht Minuten später war David Kalinowski zur Stelle und stellte auf 1:1.

Danach übernahm der TuS das Kommando. Wir waren das bessere Team, bestimmten das Spiel und drückten auf die Führung.

Die fiel dann auch völlig verdient:

38. Minute – Sebastian Ebbers – 1:2.

Halbzeit.

Und auch nach dem Pausentee blieb das Bild zunächst dasselbe. Rumbeck war stabiler, bestimmender und hatte die Partie im Griff.

Dann die 57. Minute:

Alex Gierse. 1:3.

Zack.

Da war sie, die Führung, die sich eigentlich nach „Deckel drauf“ anfühlte.

Und ganz ehrlich: Zu diesem Zeitpunkt sprach wirklich nicht viel dafür, dass wir dieses Spiel noch verlieren würden.

Betonung auf: eigentlich.

Der Fußballgott hatte andere Pläne

Denn dann kam die 88. Minute.

Ein Affelner nimmt sich ein Herz und haut aus der Distanz drauf.

Der Ball schlägt ein.

2:3.

Gut. Ärgerlich. Aber fünf Minuten sind noch kein Weltuntergang.

Dachten wir.

Denn kaum hatten wir uns vom ersten Schock erholt, kam schon der nächste Angriff. Der nächste Schuss wird unglücklich abgefälscht und landet ebenfalls im Tor.

3:3.

Jetzt wurde es hektisch.

Affeln witterte plötzlich seine Chance, wir standen unter Schock – und dann kam tatsächlich noch der dritte Streich.

Dritte Minute der Nachspielzeit.

Fernschuss.

Tor.

4:3 Affeln.

Da war sie dann endgültig: die komplette Eskalation.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“

Unser Trainer Thomas von der Höh konnte nach dem Spiel jedenfalls auch nicht wirklich erklären, was da gerade passiert war:

„So etwas hab ich in all den Jahren noch nicht erlebt. Du führst in der 89. Minute noch völlig verdient mit 3:1 und fünf Minuten später steht es 3:4. Das ist schwer zu erklären.“

Und ja, Thomas – wir verstehen dich.

Denn besonders verrückt: Unser TuS stand eigentlich überhaupt nicht unter Druck.

Von der Höh beschreibt es am nächsten Morgen so:

„Es fühlt sich brutal komisch an, weil wir auch gar nicht unter Druck standen. Das Spiel war durch. Dann ein Fernschuss. Direkt ’ne Minute später ein abgefälschter Freistoß und nochmal ein Fernschuss. Die wissen selbst nicht, wie sie das gemacht haben. Ganz merkwürdig.“

alex gierse erzielte das 3:1alex gierse erzielte das 3:1Man muss es Affeln allerdings lassen: Sie haben die letzten Minuten genutzt. Und wenn du drei solcher Dinger in fünf Minuten bekommst, hilft am Ende auch kein gutes Spiel über 85 Minuten mehr.

Fußball kann manchmal richtig gemein sein

Natürlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Eine 3:1-Führung in der 88. Minute darf einfach nicht mehr aus der Hand gegeben werden.

Das sieht auch von der Höh so:

„Trotzdem darf uns das natürlich nicht passieren, das ist Fakt. Aber aktuell fehlt uns der klare Ansatz zu sagen, aus dem oder den Grund ist das passiert.“

Und genau da müssen wir jetzt ansetzen.

Denn nach der zweiten Niederlage in Folge ist das Selbstvertrauen natürlich ein bisschen angeknackst. Zwei Spiele, in denen wir ordentlich was auf die Mütze bekommen haben – und dabei war dieses Spiel gegen Affeln eigentlich schon so gut wie gewonnen.

Eigentlich.

Dieses Wort werden wir wahrscheinlich noch ein paar Tage nicht mehr hören können.

Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren

Denn jammern bringt uns genauso wenig wie fünfmaliges Anschauen der Gegentore. Auch wenn man bei jedem Durchlauf vermutlich wieder denkt:

„Der Ball geht doch niemals rein …“

Doch. Er ging rein. Gleich dreimal.

Jetzt heißt es deshalb: Schütteln, analysieren, Krone richten und weitermachen.

Denn am kommenden Sonntag wartet mit Türkiyemspor Neheim bereits der nächste Brocken auf uns.

Und vielleicht ist genau das jetzt auch gut so. Keine Zeit, sich lange über diesen völlig verrückten Fußballnachmittag zu ärgern.

3:1 geführt. 4:3 verloren.

Und das, obwohl wir ein Super Spiel abgeliefert haben.

Aber genau deshalb gilt jetzt umso mehr:

Mund abputzen, zusammenrücken und wieder loslegen.

Der Fußballgott hat uns in Affeln ordentlich veräppelt. Das kriegt der Hampelmann wieder, nicht mit uns.